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Sienne Design

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Das eigene Unternehmen im Video präsentieren: eine klare und überzeugende Botschaft vermitteln

Ein Unternehmensvideo verfehlt sein Ziel oft, wenn es lediglich allgemeine Informationen über die Tätigkeit, das Team und die Werte aneinanderreiht. Das …

Femme cheffe d'entreprise présentant son activité face à une caméra vidéo professionnelle dans un bureau moderne

Ein Unternehmensvideo verfehlt sein Ziel meist dann, wenn es lediglich allgemeine Informationen über das Unternehmen, das Team und die Werte aneinanderreiht. Das Problem entsteht bereits vor dem Dreh oder der Animation: bei der Entwicklung der Botschaft selbst. Sie zu strukturieren bedeutet, Entscheidungen zu treffen, Überflüssiges zu streichen und die Aussage auf den Verbreitungskanal und die Zielgruppe abzustimmen.

Unternehmensvideo: Was die Botschaft klären muss, bevor sie erzählt

Die meisten Corporate Videos scheitern an einem konkreten Punkt: Sie beschreiben das Unternehmen, statt auf ein Anliegen einzugehen, das die Zuschauer beschäftigt. Ein B2B-Interessent möchte bei einem Präsentationsvideo verstehen, warum dieses Unternehmen sein Problem besser löst als ein anderes. Bewerber möchten die Unternehmenskultur spüren und nicht eine Liste aufgelisteter Werte lesen.

Vor dem Schreiben des Skripts gilt es daher, eine Frage zu beantworten: Welches konkrete Hindernis soll dieses Video aus dem Weg räumen? Solange dieses Hindernis nicht identifiziert ist, bleibt der Inhalt ein Katalog. Der Versuch, alles in einem einzigen Film unterzubringen, führt zu langen, unstrukturierten Videos, bei denen die Zuschauer schon vor der Hälfte abschalten.

In dieser Phase kommt es auf die Wahl des passenden Formats an. Um beispielsweise das eigene Unternehmen mit einem Motion-Design-Video vorzustellen, gibt die visuelle Struktur vor, die Aussage auf einen Leitgedanken zu konzentrieren. So wird die Botschaft ganz natürlich auf das Wesentliche reduziert.

Männlicher Unternehmer bereitet in seinem Homeoffice mit Notizzetteln und Laptop das Skript für ein Unternehmensvideo vor

Videolänge und -format: zwischen Reichweite und Conversion abwägen

Die Erfahrungen aus der Praxis gehen auseinander, wenn es um die ideale Länge eines Präsentationsvideos geht. Aktuelle Daten zeigen: Kurze Videos fördern Reichweite und Bekanntheit, während längere Formate wie Produktvorführungen, Kundenberichte oder Fachbeiträge qualifiziertere kommerzielle Signale erzeugen, etwa Kontaktanfragen oder Terminvereinbarungen.

Die Länge hängt also vom Ziel ab und nicht von einer allgemeingültigen Regel. Ein Video für die Startseite einer Website unterliegt anderen Anforderungen als ein Inhalt, der auf LinkedIn veröffentlicht oder in eine E-Mail-Sequenz eingebunden wird.

Was die LinkedIn-Daten relativieren

Auf LinkedIn ist Video nicht automatisch das leistungsstärkste Format. Einige Analysen zeigen, dass Karussells und native Dokumente im Durchschnitt mehr Interaktionen erzielen als Videos. Andere Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Reichweite einzelner Videos sinkt, obwohl auf der Plattform immer mehr Inhalte veröffentlicht werden.

Das bedeutet nicht, dass Videos auf LinkedIn fehl am Platz sind. Sich jedoch ausschließlich auf diesen Kanal zu verlassen und ein Corporate Video ohne Anpassung der Botschaft oder des Formats an das Verhalten des lokalen Publikums zu verbreiten, ist ein riskantes Unterfangen.

Das Skript für ein Präsentationsvideo strukturieren: drei Ebenen

Ein wirkungsvolles Skript spricht drei Ebenen an, die Zuschauer gleichzeitig aufnehmen – auch wenn ihnen das nicht bewusst ist.

  • Die verbale Ebene: Was der Sprecher oder die Sprecherin sagt. Hier muss die Botschaft in einem Satz auf den Punkt gebracht werden. Wenn Sie Ihr Video nicht in einem einzigen Satz zusammenfassen können, den auch jemand außerhalb Ihrer Branche versteht, fehlt dem Skript ein roter Faden.
  • Die visuelle Ebene: Was das Bild unabhängig vom Ton zeigt. Widerspricht das Bild dem Gesagten oder veranschaulicht es die Aussage nicht, entsteht eine kognitive Dissonanz, die Zuschauer abschalten lässt. Allgemeine Aufnahmen leerer Büros oder von Händeschütteln tragen nichts zur Botschaft bei.
  • Die rhythmische Ebene: Schnittgeschwindigkeit, Pausen und Übergänge. Ein zu gleichmäßiger Rhythmus lässt die Aufmerksamkeit nachlassen. Unterschiedlich lange Einstellungen sowie der Wechsel zwischen gesprochenen und rein visuellen Sequenzen halten das Publikum bei der Sache.

Jeder Abschnitt des Skripts sollte einer dieser drei Ebenen dienen. Was weder die Aussage noch die Bilder oder den Rhythmus stärkt, kann ohne Verlust gestrichen werden.

Ein professionelles Team sieht sich in einem kreativen Besprechungsraum ein Unternehmensvideo an und analysiert es

Barrierefreiheit von Videos: eine Gestaltungsanforderung, die schon beim Skript berücksichtigt werden sollte

Seit dem 28. Juni 2025 gilt der European Accessibility Act für zahlreiche digitale Produkte und Dienstleistungen, die Verbrauchern in Europa angeboten werden. Für betroffene Videos können die Anforderungen synchronisierte Untertitel, Audiodeskription und einen per Tastatur bedienbaren Player umfassen. Ein separates Transkript reicht nicht unbedingt aus.

Dieser Rechtsrahmen verändert die Konzeption des Skripts. Stützt sich ein Video vollständig auf visuelle Elemente ohne Erzählung, etwa typografische Animationen oder animierte Grafiken, kann die fehlende Audiodeskription zu einem Compliance-Problem führen. Umgekehrt verliert ein Video, dessen gesamter Inhalt über den Sprecher vermittelt wird und das kaum visuelle Unterstützung bietet, einen Teil seines Mehrwerts als Videoformat.

Barrierefreiheit integrieren, ohne die Produktion aufzublähen

Wer beim Schreiben des Skripts von Anfang an an Untertitel denkt, vermeidet kostspielige Überarbeitungen in der Postproduktion. Kurze Sätze, ein kontrolliertes Sprechtempo und ein gutes Zusammenspiel von Sprache und Bild erleichtern die Synchronisierung. Gut umgesetzte Barrierefreiheit verbessert auch das Verständnis für alle Zuschauer – einschließlich jener, die unterwegs oder im Großraumbüro ohne Ton schauen.

Videobotschaften in der internen Kommunikation: ein unterschätzter Einsatzbereich

Unternehmensvideos richten sich häufig an ein externes Publikum: Interessenten, Kunden und Partner. Ihr Einsatz in der internen Kommunikation ist weniger gut dokumentiert, obwohl er einem echten Bedarf entspricht. Eine neue strategische Ausrichtung vorstellen, Teams an verschiedenen Standorten mitnehmen oder neue Mitarbeitende per Video einarbeiten: So lässt sich eine gemeinsame Botschaft vermitteln, wenn schriftliche Unterlagen nur schwer zirkulieren.

Die Falle dabei: Ein externes Corporate Video einfach für den internen Gebrauch wiederzuverwenden. Die Erwartungen sind unterschiedlich. Mitarbeitende müssen nicht vom Unternehmen überzeugt werden. Sie müssen verstehen, wohin es sich entwickelt und welche Rolle sie dabei spielen. Eine interne Botschaft sollte direkter und weniger werblich sein als eine Botschaft für die Öffentlichkeit.

  • Beim Onboarding: lieber ein Format mit mehreren kurzen Videos zu einzelnen Themen wählen als einen einzigen Film, der Unternehmenskultur, Prozesse und Organigramm vermischt.
  • Bei einer strategischen Ankündigung: Eine Botschaft von einer klar erkennbaren Führungskraft schafft mehr Zustimmung als ein unpersönlicher Sprechertext.
  • Für den Teamzusammenhalt: Einfach gefilmte Erfahrungsberichte aus dem Arbeitsalltag kommen oft besser an als ein aufwendig produziertes Corporate Video.

Ob eine aufwendige Produktion oder eine spontane Aufnahme besser passt, hängt vom Kontext ab. Die Erfahrungen aus der Praxis gehen hier auseinander: Manche Teams empfinden ein zu stark produziertes Video als realitätsfern, andere sehen darin ein Zeichen von Professionalität. Beide Ansätze zunächst an einer kleinen Gruppe zu testen, ist die zuverlässigste Methode, bevor man sich festlegt.

Das eigene Unternehmen im Video präsentieren: eine klare und überzeugende Botschaft vermitteln