Top Motorräder mit den größten Tanks für lange Strecken

Die Tankgröße eines Motorrads bestimmt direkt die zurückgelegte Strecke zwischen zwei Stopps an der Tankstelle. Auf einer Strecke von mehreren hundert Kilometern kann der Unterschied zwischen einem Tank mit fünfzehn Litern und einem mit fünfundzwanzig Litern manchmal eine komplette Etappe weniger ausmachen. Motorräder, die für lange Strecken konzipiert sind, berücksichtigen diese Daten bereits bei der Konstruktion, aber die Größe des Tanks erzählt nur einen Teil der Geschichte.

Um die Modelle gut zu vergleichen, muss man das Volumen mit dem tatsächlichen Verbrauch in Beziehung setzen. Ein großzügiger Tank in Kombination mit einem durstigen Motor garantiert nicht unbedingt eine höhere Reichweite als ein sparsamer Trail mit einem bescheideneren Tank. Es ist dieses Verhältnis zwischen geladenen Litern und verbrauchten Litern, das den echten Unterschied auf der Straße ausmacht.

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Motorradtank: Bruttovolumen gegen tatsächliche Reichweite

Viele Rankings ordnen die Modelle nach Tankgröße, ohne den Verbrauch zu erwähnen. Ein Tank mit dreißig Litern an einem Reisemotorrad, das sieben Liter auf hundert Kilometer verbraucht, bietet kaum mehr als vierhundert Kilometer Reichweite. Dasselbe Volumen an einem sparsamen Trail mit vier Litern auf hundert Kilometer erhöht die Grenze weit über siebenhundert Kilometer.

Die Rangliste von Motoplanete verdeutlicht diese Diskrepanz: Die Mash X-Ride 50, mit ihrem angegebenen Verbrauch von nur etwas über einem Liter auf hundert, weist eine berechnete Reichweite von über 950 Kilometern auf, obwohl ihr Hubraum winzig ist. Im Gegensatz dazu überschreiten einige leistungsstarke GTs selten 350 Kilometer, trotz eines komfortablen Tanks.

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Die Reichweite hängt vom Verhältnis von Volumen/Verbrauch ab, nicht nur vom Tank. Bevor Sie ein Modell für die große Reise auswählen, ist es besser, die gekreuzten Daten zu konsultieren. Sie können die Tankgröße des Motorrads Modell für Modell entdecken, um auf einer zuverlässigen Basis zu vergleichen.

Erfahrener Motorradfahrer, der eine Straßenkarte auf dem großen Tank seines Motorrads an einer abgelegenen Tankstelle konsultiert

Doppeltank und Gewichtsverteilung bei Langstrecken-Trails

Die Hersteller beschränken sich nicht mehr darauf, einen einzigen Kunststofftank unter dem Sitz zu vergrößern. Die Yamaha Ténéré 700 World Raid verfügt serienmäßig über einen Doppeltank mit insgesamt 23 Litern, die auf beiden Seiten des Rahmens verteilt sind. Diese Architektur verändert die Situation in zweierlei Hinsicht.

Der erste Punkt ist die Stabilität. Ein Monoblock-Tank, der hoch und vorne platziert ist, verschiebt den Schwerpunkt nach oben, während er asymmetrisch leer wird. Mit zwei tief und symmetrisch positionierten Tanks bleibt der Schwerpunkt stabil, unabhängig vom Kraftstoffstand.

Der zweite Punkt betrifft das Verhalten im Gelände. Auf der Strecke oder auf unebenen Wegen reduziert eine besser verteilte Masse den Pendel-Effekt. Das Motorrad bleibt auch mit Gepäck in den Spurrillen und bei technischen Passagen vorhersehbarer.

Wer bietet dieses System serienmäßig an

Die Ténéré 700 World Raid bleibt der zugänglichste Referenzpunkt mit dieser Art von Konstruktion. Andere Hersteller erkunden ähnliche Lösungen bei rallye-orientierten Modellen, aber nur wenige Serienmotorräder verwenden den Doppeltank. Dies ist ein Kriterium, das zu überprüfen ist, wenn die Reise Asphalt und unbefestigte Pisten kombiniert.

Zubehörlösungen: Überdimensionierte Tanks und zusätzliche Kanister

Extreme Reichweiten sind nicht mehr nur großen GTs oder hochwertigen Trails vorbehalten. Ausrüster wie Acerbis stellen inzwischen Ersatz-Tanks mit spektakulären Abmessungen her, auch für kleine Hubräume.

Das auffälligste Beispiel: Ein homologierter Acerbis-Tank mit 108 Litern, der für eine Honda Monkey 125 konzipiert wurde. Das Projekt zielte darauf ab, Italien mit einem einzigen Tankfüllung bis zum Nordkap zu verbinden. Bei einem Motorrad, dessen Originaltank kaum einige Liter fasst, ist der Kontrast frappierend. Diese Art von Montage bleibt außergewöhnlich, zeigt jedoch, dass die Grenze der Reichweite eher im Zubehör als im Originalmodell verschoben wird.

Kanister und Tankrucksäcke für Roadtrips

Für Reisende, die ihr Motorrad nicht grundlegend modifizieren möchten, dienen Tankrucksäcke auch als sichere Halterung für zusätzliche Benzinkanister. Erfahrungsberichte über mehrere Jahre und Tausende von Kilometern bestätigen die Zuverlässigkeit dieses Ansatzes, vorausgesetzt, einige Regeln werden beachtet:

  • Verwenden Sie zugelassene Kanister für den Transport von Kraftstoff, niemals Lebensmittelbehälter oder Wiederverwertungsbehälter
  • Befestigen Sie den Kanister sicher im Tankrucksack, um Bewegungen während der Fahrt zu vermeiden, insbesondere auf der Strecke
  • Begrenzen Sie das zusätzliche Volumen auf das, was der Tankrucksack tragen kann, ohne die Lenkung aus dem Gleichgewicht zu bringen
  • Überprüfen Sie die thermische Verträglichkeit: Der Kanister darf nicht direkt dem Motor oder dem Auspuff ausgesetzt sein

Zwei Reisemotorräder mit großen Tanks und vollständigem Gepäck auf einem Schotterplateau mit Blick auf ein Tal während einer Langstreckenreise

Reisemotorräder und GTs mit großem Tank: die Modelle, die herausstechen

Im Segment der für die Straße konzipierten Motorräder stechen einige Familien durch ihre Fähigkeit hervor, Etappen ohne Tankstopp zu absolvieren.

Die Reisemotorräder GT wie die BMW R 1250 RT oder die Honda Gold Wing kombinieren großzügige Tanks mit einem für den Reisemodus optimierten Motor. Ihr Verbrauch bleibt trotz hohem Gewicht und Komfortausstattung (heizbarer Sitz, elektronische Federung, verstellbare Scheibe) moderat. Die Reichweite übersteigt oft 400 Kilometer im realen Einsatz.

Die Sport-GTs wie die Yamaha Tracer 9 GT oder die Suzuki GSX-S1000GT streben einen Kompromiss zwischen Dynamik und Ausdauer an. Ihr Tank ist etwas kleiner als der der reinen GTs, aber ihr moderater Verbrauch gleicht dies teilweise aus.

  • Die BMW R 1250 RT: Boxer-Motor, Langstreckenkomfort, einer der größten Tanks im GT-Segment
  • Die Honda Gold Wing: Referenz in Sachen Komfort, angenehme Reichweite dank eines sparsamen Motors für ihren Hubraum
  • Die Yamaha Tracer 9 GT: vielseitig, leichter als klassische GTs, mit moderatem Verbrauch
  • Die Suzuki GSX-S1000GT: aggressives Preis-Leistungs-Verhältnis, guter Kompromiss zwischen Tank und Verbrauch

Die Wahl hängt von der Art der geplanten Reise ab. Eine schwere GT glänzt auf Autobahn und Landstraße, verliert jedoch ihren Vorteil auf kurvenreichen Straßen oder Pisten, wo ein sparsamer Trail mit Doppeltank besser zurechtkommt.

Was über den Tank hinaus zählt

Die Größe des Tanks beeinflusst die Wahl, aber auch andere Faktoren wirken sich auf die tatsächliche Reichweite auf Reisen aus. Der Fahrstil verändert den Verbrauch erheblich: Ein dauerhaft hoher Drehzahlbereich kann ein bis zwei Liter auf hundert hinzufügen. Die Beladung (Gepäck, Beifahrer) erhöht ebenfalls den Verbrauch.

Die Reifen spielen eine oft unterschätzte Rolle. Ein Trailreifen mit Stollen verbraucht mehr als ein glatter Straßenreifen, manchmal erheblich auf langen Strecken. Die Anpassung des Reifens an das geplante Terrain verbessert direkt die Reichweite.

Das Motorrad mit dem größten Tank ist nicht unbedingt das, das am weitesten fährt. Es ist das, dessen Gesamtheit (Motor, Aerodynamik, Gewicht, Tank) den besten Kompromiss für die geplante Strecke bildet.

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